homekontaktenglish
home

IOP

 

System


Sensoren


Konsortium


Aktuelles

 


Institut für Technik der Informationsverar-
beitung

PHM-Team am ITIV

PHM wird gefördert durch das BMBF.

 

 

 

Motivation

Die zweithäufigste Ursache für Erblindung in den industrialisierten Ländern ist – nach der Diabetes – die Glaukomerkrankung. Allein in der Bundesrepublik Deutschland erblinden jährlich ungefähr 28.000 Menschen an einem Glaukom. Durch die frühzeitige Diagnose und Behandlung wäre für einen Großteil dieser Patienten eine Schädigung des Auges vermeidbar.
Bei der Diagnose und der Behandlung der Glaukomerkrankung (Grüner Star) ist die Messung des Augeninnendrucks (IOP) bislang der wichtigste Parameter. Dieser ist jedoch als alleiniges Kriterium zur Beurteilung einer Erkrankung nicht ausreichend. Bei ca. 30% der Patienten sind Schädigungen der Netzhaut auch bei einem Augeninnendruck im Normalbereich festzustellen (Niederdruckglaukom), und bei vielen Patienten führt auch ein über Jahre hinweg erhöhter Augeninnendruck zu keiner Schädigung.

 

Methode

Ein weitaus aussagekräftigerer Parameter ist die Durchblutung der Retina. Ziel des Teilprojektes Tonometrie ist die Entwicklung eines miniaturisierten Hand-Held Tonometers, mit dem sowohl eine Bestimmung des Augeninnendrucks als auch eine Beurteilung der Durchblutung des Auges vorgenommen werden kann. Dazu wird mit einem modifizierten Flusssensor die periphere Durchblutung des Kopfes und mit einem Laserinterferometer die pulsatile Bewegung der Hornhautoberläche gemessen. Aus der Analyse der beiden Signale lassen sich Aussagen über die Blutversorgung der Netzhaut und über die Höhe des intraokularen Drucks machen.


 

 

Realisierung

Das System zur Messung der pulsatilen Bewegung der Augenoberfläche besteht im wesentlichen aus einer mechanischen Justageeinheit, einem optischen Messkopf und einer Steuer- und Auswerteelektronik. Das System ist zunächst als Tischgerät realisiert, zur Integration in das Gesamtsystem wird der Sensor als mobiles Hand-Held Gerät gebaut.

 

Messungen

Mit dem oben beschriebenen System sind Messreihen an mehrere Probanten durchgeführt worden. Dabei wurde zum einen die corneale Pulsamplitude und zum anderen das Blutflusssignal am Ohr gemessen. Aus der Analyse der beiden Signale kann die Durchblutung der Netzhaut des Auges und der Augeninnendruck beurteilt werden.

english  | home  |  kontakt  |  © institut für technik der informationsverarbeitung  | nov 2002