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Personal Health Monitoring – Motivation

In den letzten Jahren sind die Gesundheitskosten in Deutschland regelrecht explodiert. Insgesamt geben die Deutschen pro Jahr über 250 Milliarden € für Gesundheitsleistungen aus. Dabei tragen die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) etwa die Hälfte der gesamten Gesundheitskosten, der übrige Teil wird von den privaten Krankenversicherungen oder von den Patienten selbst getragen. Der Anstieg der Gesundheitskosten übersteigt mit etwa 4.6% jährlich deutlich den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts. Damit haben sich die Ausgaben im Gesundheitswesen seit 1985 mehr als verdoppelt.

Demographische Einflüsse

Die Nachfrage nach Gesundheitsleitsungen ist im hohen Maße vom Umfang und von der Struktur der Bevölkerung abhängig. Es ist naheliegend, dass die Ausgaben für Gesundheitsleistungen mit dem Alter zunehmen. So verursacht ein 70-jähriger Patient im Durschnitt etwa die fünffachen Kosten eines 20-jährigen. Beachtet man dazu die demographische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland, so ergeben sich große Herausforderungen für das Gesundheitswesen. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil der Älteren in der Bevölkerung weiter zunehmen wird. Machten die über 60-jährigen 1950 nur einen Anteil von 14,6% aus, wird ihr Anteil bis 2040 auf 33,9% ansteigen. Gleichzeitig sinkt der Anteil der unter 20-jährigen – bedingt durch den starken Geburtenrückgang seit 1970 – von 30,5% auf 16% (Quellen: Statistisches Bundesamt).

 

 

Bei der Analyse des Zusammenhangs zwischen Gesundheitskosten und Alter kann man feststellen, dass der Kostenanstieg mit dem Alter vor allem durch die Kosten für stationäre Aufenthalte verursacht wird (siehe Abbildung).Tatsächlich werden über 40% aller Krankenhaustage von über 64-jährigen in Anspruch genommen. Hierbei sind vor allem die Erkrankungen des Kreislauf-Systems von Bedeutung. Häufig dienen Krankenhausaufenthalte jedoch nur der Überwachung des Gesundheitszustands der Patienten, beispielsweise nach kritischen Eingriffen. Diese Aufenthalte könnten verkürzt werden, wenn zuverlässige Möglichkeiten des Home-Monitorings bestünden. Neben deutlichen Einsparungen wäre damit auch eine Steigerung der Lebensqualität der Patienten verbunden. Genau dies ist das Ziel des Verbundforschungsprojekts PHMon. Dabei soll durch den Einsatz moderner Informationstechnik ein System zur Überwachung des Gesundheitszustands entwickelt werden.

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